Wachteleier

Nimmt man einige Wachteleier in die Hand und schaut sich die Färbung und die Sprenkelung genauer an, dann wird man schnell feststellen dass jedes Wachtelei individuell gefärbt ist und man keine zwei Eier finden kann, die sich auch nur annähernd ähnlich sehen.

Wachteleier in der Hand

Die Grundfarbe aller Wachteleier ist ein cremefarbener Farbton, der in ein helles Grün übergeht. Auf diesem Grundton sind dunklere, hellbraun bis fast schwarze Sprenkel in unterschiedlicher Größe sichtbar. Diese Sprenkelung der Wachteleier kann in drei unterschiedlichen Varianten auftreten:

* Wachteleier mit sehr kleinen oder fehlender Sprenkelung: Bei diesen Eier sind nur 2-3 Millimeter große, meist sehr dunkle Sprenkel zu sehen. Teilweise findet man auch Wachteleier bei denen eine solche Sprenkelung vollständig fehlt.
Wachtelei mit kleinen Sprenkeln Weiteres Wachtelei mit kleinen Sprenkeln

* Wachteleier mit verwischter Sprenkelung: Bei dieser Art der Sprenkelung sind die dunkleren Stellen in unterschiedlichen, meist helleren, Brauntönen über die gesamte Eischale verteilt. Dabei sind keine klaren Kanten zu erkennen, die Eier weisen daher einen Farbverlauf in unterschiedlichen Braun- und Grüntönen auf.
Wachtelei mit verwischten Kanten Weiteres Wachtelei verwischten Sprenkeln

* Wachteleier mit abgegrenzten Sprenkeln: Diese Wachteleier weisen größere, klar abgegrenzte Farbflecken in meist dunklen Brauntönen auf. Diese Zeichnung ist eigentlich der Normalfall, die ein Großteil der Wachteleier trägt.

Die Sprenkelung der Wachteleier hat in der Natur die Aufgabe das Gelege der Wachteln sehr gut zu tarnen und es Nesträubern schwer zu machen das Wachtelnest zu finden.

Wachtelnest mit Eiern

Fakten zum Wachtelei

Ein Wachtelei wiegt 10 bis 13 Gramm. Man benötigt also 5-6 Wachteleier um ein Hühnerei zu ersetzen.

Wachteleier halten sehr lange wenn sie bei kühleren Temperaturen gelagert werden. Einige Versuche haben gezeigt das die Eier der Wachteln auch bei sehr langer Lagerung nicht schlecht werden. Sie vertrocknen allerdings, was man an ihrem Gewicht leicht feststellen kann. Man kann die Wachteleier also bedenkenlos auch nach 3-5 Wochen noch verzehren.

Die Eihaut der Wachteleier ist sehr zäh, was man beim Öffnen der Eier schnell feststellen kann. Das Aufschlagen der Eier an Schüsseln oder am Spülbecken ist bei den Eiern der Wachteln nicht möglich. Man verwendet daher ein Tomatenmesser oder ein Brotmesser (Messer mit gezackter Klinge) und schneidet bei den Eiern die obere Spitze ab. Nun kann man das Innere der Wachteleier einfach ausleeren.

Wachteleier muss man 4 Minuten lang kochen um ein hartes Frühstücksei zu erhalten.

Beim Schälen von Wachteleiern geht man etwas unterschiedlich vor wie man es von den Hühnereiern kennt. Nachdem man die Wachteleier gekocht und abgeschreckt hat rollt man diese unter Druck auf einem harten Untergrund, sodass die Schale zerbrochen wird. Dann beginnt man von der Spitze her die Eier zu pellen. Mit etwas Übung kann man durch die zähere Eihaut die Schale in einem Zug komplett abziehen.

Je nach Umgebung, Futter und Jahreszeit beginnen Wachteln mit einem Alter von 6-8 Wochen mit dem Legen der Eier.

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