Wachteln ausbrüten - Die Brut (Tag 15-17)

Die Zeit des Wartens geht zu Ende, der Schlupf der Wachteln steht kurz bevor. Man sollte aber noch einige Dinge vorbereiten, bevor die Wachteln mit dem Schlüpfen beginnen.


Umsetzen der Wachteleier in den Schlupfraum - beim Flächenbrüter

Verwendet man einen Flächenbrüter, so hat man meist keinen extra Schlupfraum zur Verfügung.Rollhorde mit Wachteleier 

Man sollte am 14-ten oder 15-ten Tag die Wachteleier von den Rollhorden nehmen. Die Wachteln dürfen unter keinen Umständen auf den Rollhoren schlüpfen. Die Wachteln erleiden sonst einen Nabelriss und sterben meist fast alle. Man nimmt die Wachteleier mit der Rollhorde aus dem Brüter und legt die Wachteleier auf den Rost am Boden des Flächenbrüters.

Es ist aber zu beachten, dass die Wachteleier nun einige Zentimeter tiefer liegen als zuvor. Dies ist nicht weiter tragisch, jedoch ist die Temperatur dort meist um 1-2 Grad kälter, als  auf der ursprünglichen Höhe. Dies sollte geprüft und korrigiert werden.


Umsetzen der Wachteleier in den Schlupfraum - beim Motorbrüter

Bei einem Motorbrüter ist das Umsetzen in den Schlupfraum etwas einfacher. Man nimmt, wie auch beim Flächenbrüter die Eier von der Rollhorde und legt sie ins Schlupfabteil. Dies wird auf den folgenden Bildern etwas verdeutlicht.

Wachteleier auf der Rollhorde Wachteleier beim Umsetzen in die Schlupfhorde Wachteleier in der Schlupfhorde

Nun kann man die Schlupfabteile wie Schubladen in den Motorbrüter schieben.


Die Temperatur im Brüter

Die Temperatur im Brüter kann beibehalten werden. In der Literatur wird oft empfohlen, die Temperatur um ca 0.3 Grad abzusenken. Der Gund dafür ist, dass die Wachteln durch den anstrengenden Schlupf schwitzen müssen und sich daher über minimal kühlere Temperaturen freuen.

Ich habe jedoch keine Unterschiede bei den Schlupfraten feststellen können. Daher lasse ich die Temperatur konstannt. 


Die Luftfeuchte im BrüterWachteleier im Motorbrüter

Die Luftfeuchte im Brüter sollte vor dem Schlupf erhöht werden. Die hohe Luftfeuchte macht die Schalen der Wachteleier weich und sorgt dadurch dafür, dass die Küken die Wachteleier leichter anpicken können. Die Luftfeuchte kann bei dem Schlupf gar nicht hoch genug sein.

Beim Flächenbrüter sollte man alle Wasserrinnen, am Gehäuseboden, mit lauwarmem Wasser füllen. Zusätztlich kann man noch feuchte Lappen oder Schwämme in dem Brüter legen, dadurch kann man die Luftfeuchte zusätzlich erhöhen.

Bei einem Motorbrüter sollte man möglichst viele und grosse Schalen mit Wasser auf den Boden stellen.


Die Wendung der Wachteleier

Ab dem 15-ten Tag dürfen die Wachteleier nicht mehr gewendet werden.


Die Luftfeuchte im Brüter sinkt drastisch ab, wenn der Brüter geöffnet wird. Man sollte daher den Brüter vom 15-ten Tag, bis nach dem Schlupf aller Wachtelküken, nicht mehr geöffnet werden.

Hat man die beschriebenen Vorbereitungen getroffen, kann man sich entspannt zurücklehnen und auf den Schlupf der Wachteln warten.

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