Flächenbrüter oder Motorbrüter für die Brut von Wachteln ?

Frage:
Guten Tag,

Mein Mann und ich haben uns 5 Wachteln gekauft und sind blutige Anfänger, möchten aber gerne in absehbarer Zeit Küken nachziehen.Wir sind etwas unsicher, was die Apparatur betrifft. Wozu würden sie uns raten und wann ist die beste Zeit dafür?Im Voraus ein herzliches Dankeschön und ein Riesenkompliment für ihre tolle Internetseite.

A.
(Die Frage wurde gestellt von Anja)

Antwort von Heiko
Hallo Anja,

da habt ihr recht, bei Brütern gibt es sehr viele verschiedene Modelle.

Grundsätzlich muss man zwischen Flächenbrüter und Motorbrüter unterscheiden.

Flächenbrüter sind die günstigere Variante. Dort legt man die Eier in einer Ebene aus, die Luft im Brüter wird erhitzt und die Wärme breitet sich von selbst im Brüter aus (Luftzirkulation). Dies hat den Nachteil, dass die Temperatur im Brüter relativ ungleich verteilt ist.

Bei den Motorbrütern können die Eier übereinander angeordnet werden. Ein Ventilator, der sich im Brüter befindet, verteilt die Wärme gleichmässig. So erreicht man die exakt gleiche Temperatur im ganzen Brüter.
Jedoch ist kein Vorteil ohne Nachteil. Beim Motorbrüter wäre dies der Preis. Ich habe zwar die aktuellen Preise nicht im Kopf, doch so 250-400€ muss man dafür glaube ich schon ausgeben.

Bei den Flächenbrütern liegt der Preis für eine gute Ausführung bei 100-150€.


Welchen Typ ihr nehmt müsst ihr selbst entscheiden. Mit dem Motorbrüter erreicht man definitiv bessere Schlupfraten, jedoch ist dieser hald rel. teuer.

Ich habe selbst auch mit einem Flächenbrüter begonnen und mit diesem nach 3-4 Misserfolgen bei der Brut ganz gute Ergebnisse erzielt. Mittlerweile habe ich mir aber einen Motorbrüter zugelegt, daher kenne ich auch die Unterschiede.

Was ihr nun nehmt müsst ihr selbst entscheiden, doch ich würde aufgrund des Preises lieber einen etwas höherwertigen Flächenbrüter empfehlen. Falls ihr dann das Wachtelhobby ausbaut und mehrere hundert Küken jährlich ausbrütet könnt ihr später immer noch auf einen Motorbrüter umsteigen.

Doch für das "Nachziehen" von einigen eigenen Küken reicht ein Flächenbrüter allemal aus.

Für die gelegentliche Brut ist wohl ein Flächenbrüter ganz brauchbar. Es kommt da ja nicht auf eine rekordverdächtige Schlupfrate an.

Auf was ihr aber unbedingt achten solltet, ist, dass der Brüter die Eier automatisch wendet. Bei einer Wendung von hand müsst ihr das mindestens 3 mal täglich tun, was auf die Dauer etwas blöd ist. Zudem kühlt der Brüter durch das Öffnen immer aus.

Dann müsst ihr bei einer Bestellung auch darauf achten, dass ihr eine Rollhorde (wo die Wachteleier draufliegen) für Wachteleier geeignet ist. Die Stäbe müssen dann näher zusammen sein, sonst fallen die Wachteleier durch.

Ein Thermometer ist auf jeden fall erforderlich. Ein Hygrometer (Luftfeuchtemesser) ist eigentlich nicht erforderlich, wenn man die Brutanleitung befolgt.

Zu welcher Zeit man am besten brütet ist bei den Wachteln eigentlich egal. Es ist hald so, dass man bei einer Brut im Winter die Wachteln hald etwas länger im Warmen (Keller bzw. Wärmelampe) halten muss. Besser ist es da, wenn die Wachteln in den Sommermonaten ausgebrütet werden.

Ganz netter Gruß, Heiko

Antwort von Anja Kuhn
Hallo, das war mal eine prompte und sehr hilfreiche Antwort.Wir hören mit Sicherheit nicht zum letzten Mal voneinander. Ganz herzlichen Dank.
Liebe Grüße
Anja

Wachtel Shop
Wachtel Shop