Einstreu bei der Aufzucht von Wachteln

Bei der Wahl der Einstreu für die Aufzucht der Wachteln gehen die Meinungen auseinander. Es sind zwar gute Erfolge bei der Aufzucht auf Drahtgittern bekannt, jedoch kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die kleinen Wachteln sich dort wohl fühlen. Wer die Wachtelküken auf einem Drahtgitter halten möchte kann dies gerne tun. An dieser Stelle möchte ich aber einige Möglichkeiten aufzeigen, die mir naturnaher erscheinen.


Sägemehl zur Aufzucht der Wachteln

Sägemehl, wie es von Schreinereien bezogen werde kann hat die Eigenschaft, dass es recht fein ist. Dadurch entstehen zwei Nachteile. Zu einen staubt es wenn die Küken scharren, was die Atemwege der kleinen Wachteln schädigt. Zum anderen werden die feinen Späne auch gerne von den Wachtelküken als Futter angesehen. Die Wachteln fressen das Einstreu massenweise und verhungern dann bei vollem Magen. Aus diesen Gründen ist Sägemehl für die Aufzucht von Wachteln nicht geeignet.


Hobelspäne zur Aufzucht der Wachtelnjunge Wachteln auf Hobelspänen

Im Gegensatz zum Sägemehl sind Hobelspäne viel grober. Meist ist so ein Span 2-5mm breit und 5-20mm lang. Diese Späne können von den kleinen Wachteln aufgrund ihrer Grösse nicht gefressen werden.

Meiner Meinung nach, sind solche Hobelspäne sehr gut zur Aufzucht von Wachteln geeignet. Ich ziehe meine Wachteln alle auf solchen Hobelspänen auf und hatte damit noch nie Probleme.


Stroh zur Aufzucht der Wachteln

Stroh kann auch zur Aufzucht der Wachteln verwendet werden. Es hat jedoch den Nachteil, dass es relativ grob ist. Speziell in den ersten Tagen, haben die kleinen Wachteln noch Schwierigkeiten, in diesem groben Stroh vorwärts zu kommen. Man kann mit einer Schere das Stroh zerschneiden, dass man nur noch Stücke von 2-5 cm hat. Hat man das Stroh auf diese Weise zerkleinert, ist es gut für die Aufzucht der Wachteln geeignet.

Aus den genannten Gründen ist Stoh nur bedingt für die Aufzucht der Wachteln geeignet. Hat man das Stroh mit der Schere zerkleinert, ist es gut geeignet. Doch ist dies ein Aufwand, wenn man bedenkt, dass man die Einstreu regelmässig wechseln sollte. 


Sand zur Aufzucht der Wachtelnjunge Wachteln auf Sand

Bei der Aufzucht der jungen Wachteln ist von Sand dringend abzuraten. Zum einen ist der Sand kalt. Liegen die Wachteln auf dem Sand unter der Wärmequelle, so ist ihr Bauch durch den Sand immer kalt. Die Wachteln friert es, obwohl sie unter der Wärmequelle liegen.

Ein anderer Grund auf Sand zu verzichten ist, dass sich an den Zehen Kotballen bilden. Die Wachteln koten auf den Sand und treten dann irgendwann in den Kot hinein. Durch den feuchten Kot bleibt Sand an den Zehen hängen, dieser Vorgang geschieht öfter nacheinander. Dadurch bilden sich an den Zehen grosse Kotballen, die die Zehen abschnüren. Die Ballen werden so hart, dass sie oftmals mit einer Zange aufgezwickt werden müssen.

 


Alles in Allem hat man also nicht so viele Möglichkeiten, wenn man auf Drahtgitter verzichten möchte. Als ideal können wohl Hobelspäne angesehen werden. Wem jedoch solche nicht zur Verfügung stehen, der kann gerne auf Stroh ausweichen. Dieses sollte aber (zumindest in den ersten Tagen) zerkleinert werden.

Man sollte jedoch immer einen rauhen Untergrund wählen, da dadurch Krätschbeinen vorgebeugt wird und minimale Krätschbeine korrigiert werden können.

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